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Ist eine Reservierungsgebühr unzulässig?

Es kommt vor, dass Makler bei der Vermittlung von Kaufimmobilien eine Reservierungsgebühr von einem potenziellen Käufer verlangen. Dafür wird die entsprechende Immobilie für einen gewissen Zeitraum keinem anderen Kunden mehr angeboten. Dies ist allerdings oft nicht zulässig.

Für Makler ist das altbekannt: Potenzielle Käufer geben an, am Kauf einer Immobilie sehr interessiert zu sein angeben und springen kurz vorher doch wieder ab. Deshalb werden von einigen Maklern Reservierungsgebühren verlangt, um sicher zu gehen, dass der Interessent die Immobilie auch wirklich kauft. Die Idee dabei ist: Die Immobilie wird für einen bestimmten Zeitraum keinem weiteren Käufer angeboten. Wenn der Interessent dann kauft, wird die Gebühr von der noch zu zahlenden Provision abgezogen.

Allerdings sind diese Gebühren oft unzulässig. Unwirksam sind die Gebühren, wenn sie im Rahmen eines vorformulierten Vertrags getroffen wurden und dem potenziellen Kunden keinen nennenswerten Vorteil verschaffen. Durch die Zahlung der Gebühr ergebe es kaum ein Vorteil für den Interessenten, denn selbst durch die Verpflichtung des Maklers, die Immobilie in der vereinbarten Zeit keinem anderen anzubieten, bestimmt im Zweifel immer noch der Verkäufer, was mit der Immobilie passiert.

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