Online Wohnung bewerten: Darauf sollten Sie achten

Die Bewertung einer Wohnung ist ein essenzieller Aspekt beim Verkauf von Immobilien. Wenn ein Fachexperte für die Wertermittlung einer Wohnung beauftragt wird, erfolgt dies in der Regel reibungslos und zeitnah. In diesem Artikel erhalten Sie alle relevanten Informationen zum Thema Wohnungsbewertung.

1. Wann ist der richtige Zeitpunkt, meine Wohnung bewerten zu lassen?

Es gibt vielfältige Anlässe für eine Wohnungsbewertung. Oft ist dies im Kontext des geplanten Verkaufs einer Wohnung notwendig, wobei die Bewertung einen wesentlichen Schritt im Vorbereitungsprozess darstellt. Ein weiterer Grund für die Wohnungsbewertung kann sein, dass eine Wohnung geerbt wurde oder dass die Immobilie Teil einer Scheidung ist. Auch in solchen Szenarien ist es von Nutzen, den Wert der Wohnung zu bestimmen. Dies ermöglicht eine präzisere Einschätzung des Erbes oder des Vermögens der beteiligten Ehepartner. Abhängig vom Beweggrund für die Wohnungsbewertung können unterschiedliche Gutachten erforderlich sein, und es bieten sich verschiedene Bewertungsverfahren an. Hier können Sie eine kostenlose Immobilienbewertung starten.

2. Welche Faktoren wirken sich auf die Bewertung einer Wohnung aus?

Ähnlich wie bei der Bewertung von Häusern spielen bei der Einschätzung von Wohnungen zunächst verschiedene objektbezogene Merkmale eine entscheidende Rolle. Ein zentraler Aspekt ist die Lage des Wohngebäudes, in dem sich die Wohnung befindet. Hierbei wird zwischen Mikro- und Makrolage differenziert. Die Mikrolage bezieht sich auf die spezifische Position des Gebäudes inklusive der Nachbarschaft und der umliegenden Infrastruktur. Im Gegensatz dazu bezieht sich die Makrolage auf den größeren Stadtteil oder den Ort. Darüber hinaus werden Ausstattungsmerkmale wie zum Beispiel ein Balkon, die Bausubstanz, der Zustand der Wohnung und ihre Nutzungsmöglichkeiten berücksichtigt. Individuelle Merkmale der Wohnung fließen ebenfalls in die Bewertung ein. Im Unterschied zu Häusern ist das Grundstück nicht Teil der Bewertung.

In der Regel erhalten leerstehende Wohnungen eine höhere Bewertung als vermietete Objekte. Dies liegt daran, dass ungenutzte Wohnungen vielfältigere Nutzungsmöglichkeiten bieten. Sie können sowohl für den Eigenbedarf als auch als Kapitalanlage genutzt werden. Der Wertunterschied kann mitunter bis zu 30 Prozent betragen.

3. Welche Arten der Wohnungsbewertung existieren?

Obwohl es verschiedene Ansätze für die Immobilienbewertung gibt, wird für die Bewertung von Wohnungen oft das Vergleichswertverfahren empfohlen. Dabei werden die Verkaufspreise ähnlicher Wohnungen in der gleichen Umgebung verglichen. Ein größeres Angebot an Wohnungen in dieser Region bedeutet eine größere Datenbasis für den Vergleich und führt zu einer präziseren Anwendung des Verfahrens. Die benötigten Informationen können beim örtlichen Gutachterausschuss eingeholt werden.

4. Wer ist dazu in der Lage, den Wert einer Wohnung zu berechnen?

Für die Bestimmung des Wohnungswerts ist es in der Regel ratsam, einen qualifizierten Gutachter zu beauftragen. Es gibt sowohl unabhängige Immobiliengutachter als auch Sachverständige, die von der Industrie- und Handelskammer geprüft wurden und deren Gutachten vor Gericht anerkannt sind. Obwohl Eigentümer versuchen können, ihre Wohnungen selbst zu bewerten, fehlt ihnen oft die Erfahrung und ausreichende Marktkenntnis, um eine fundierte Bewertung vorzunehmen. Wenn der Verkauf einer Wohnung in Betracht gezogen wird, empfiehlt es sich daher, einen Makler mit der Bewertung zu beauftragen. Wir führen gerne eine unverbindliche und kostenfreie Bewertung Ihrer Wohnung für Sie durch.

Welche Unterlagen werden für die Wohnungsbewertung benötigt?

  • Wohngeldabrechnung
  • Wirtschaftsplan
  • Protokolle der Eigentümerversammlungen
  • Dokumentation der Instandhaltungsrücklage
  • Gegebenenfalls aktuelle Mietverträge für die Wohnung

5. Welche Kosten fallen für die Wohnungsbewertung an?

Die Kosten für die Bewertung einer Wohnung sind abhängig davon, ob Sie den Immobilienwert lediglich im Kontext eines geplanten Verkaufs benötigen oder ob eine präzise Wertermittlung für rechtliche Auseinandersetzungen erforderlich ist. Für den Verkauf genügt es oft, einen Makler mit der Einschätzung des Immobilienwerts zu beauftragen. Dieser kann mithilfe seiner Fachkenntnisse den Wert Ihrer Immobilie ermitteln. Bei uns können Sie beispielsweise eine kostenlose und unverbindliche Immobilienbewertung anfordern. Für rechtliche Angelegenheiten benötigen Sie hingegen ein Kurz- oder Vollgutachten. Diese werden von einem zertifizierten Immobiliengutachter erstellt und haben auch vor Gericht Gültigkeit. Ein Kurzgutachten ist eine kompakte Bewertung, umfasst nur wenige Seiten und kostet bis zu 500 Euro. Ein Vollgutachten ist hingegen aufwendiger und umfangreicher, wobei die Kosten etwa 0,5 bis 1 Prozent des Verkehrswerts betragen. In der Regel trägt die Person, die den Gutachter beauftragt hat, die Kosten für Gutachten und Gutachter. Das Honorar des Sachverständigen variiert je nach Umfang und Komplexität des Auftrags.

6. Was versteht man unter dem Begriff "Verkehrswert"?

Der Begriff "Verkehrswert" wird auch als Marktwert bezeichnet. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass er nicht mit dem Verkaufspreis gleichzusetzen ist. Gemäß Paragraf 194 des Baugesetzbuchs wird der Verkehrswert als der Preis definiert, "der in dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstands der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre" Der Verkehrswert einer Wohnung wird dabei ebenfalls von Faktoren wie Lage, Zustand und Ausstattung beeinflusst.

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